Coma-Haufen
Im Sternbild Coma steht der sog. Comahaufen (eine Ansammlung von etwa 1.000 Galaxien)
Entfernung etwa 400 Lichtjahre.

Koordinaten: RA(2000): 12h 59.6m DEK(2000): +27o 58.6'
Entfernung: ca. 400 Mpc
Aufnahmetechnik: Photoplatte am 5m Teleskop des Palomar Observatoriums
Orientierung: astronomisch: oben Nord, links: Ost
 

Das Zentrum des Coma-Haufens (Abell 1656). Das Bild ist der Durchmusterung des gesamten nördlichen Himmels des Palomar Observatoriums in Kalifornien entnommen worden (POSS). Der Haufen ist ziemlich kugelsymmetrisch aufgebaut und zahlreiche Elliptische Galaxien sind auf die Mitte hin konzentriert, in der auch zwei cD-Galaxien liegen. Der gegenseitige Abstand zweier Galaxien ist dort nur ein Drittel der Entfernung von unserer Milchstraße zur Nachbargalaxie Andromeda. Coma ist ein typisches Beispiel für sehr reiche Galaxienhaufen, in denen die Galaxien über Milliarden von Jahren hinweg miteinander in Gezeitenwechselwirkungen standen und ihre Bewegungsenergien aneinander anglichen.


 

Koordinaten: RA(2000): 12h 59.6m DEK(2000): +27o 58.6'
Entfernung: ca. 400 Mpc
Aufnahmetechnik: ROSAT Position Sensitive Proportional Counter
Bildquelle: Dr. S. L. Snowden, Goddard Space Flight Center
Bildfeld: 2,7 x 2,5 Grad (ca. 5,8 x 6,2 Mpc)
Orientierung: astronomisch: oben Nord, links: Ost
 

Der Coma-Haufen im Röntgenlicht. Dieses Computerbild wurde aus Daten erstellt, die mit dem deutschen Röntgensatelliten ROSAT gewonnen wurden, der vom Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik gebaut wurde. Das Bild ist 2,7 Grad breit und 2,5 Grad hoch. Die Röntgenstrahlung ist kugelsymmetrisch um das Haufenzentrum verteilt, jedoch gibt es eine zweite Komponente im Südwesten. Dies ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass dort ein kleinerer Haufen in den Zentralbereich von Coma einfällt. In einigen Milliarden Jahren wird diese Komponente ganz mit dem Coma-Haufen verschmolzen sein. Die Abbildung Coma gibt ein optisches Bild des Coma-Haufens wieder.

 


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